Salvator Mundi: der Rekordpreis und die Frage nach Leonardo

Der „Salvator Mundi“, lateinisch für Erlöser der Welt, ist ein Christusbild, dessen Entwurf auf Leonardo da Vinci zurückgeht, doch die Fachleute sind uneins, ob er es selbst gemalt hat oder seine Werkstatt. Am 15. November 2017 brachte es bei einer Auktion von Christie's in New York 450,3 Millionen US-Dollar samt Gebühren. Teurer wurde nie ein Kunstwerk versteigert, so die öffentlichen Rekordlisten vom November 2025. Wem das Bild gehört, ist nie öffentlich bestätigt worden, und sein Verbleib ist nicht öffentlich bekannt.

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Was hat der „Salvator Mundi“ gekostet?

450,3 Millionen US-Dollar samt Gebühren, versteigert am 15. November 2017 von Christie's in New York. Damit ist er auf Auktionen das teuerste Gemälde der Welt und sogar das teuerste je versteigerte Kunstwerk, so die öffentlichen Rekordlisten vom November 2025.

Eine Reproduktion des „Salvator Mundi“ nach der Restaurierung: Christus als Halbfigur von vorn, mit langen Locken und einem blauen Gewand, über dem sich zwei bestickte Borten kreuzen. Mit zwei Fingern der rechten Hand segnet er, in der linken hält er eine durchsichtige Kugel, dahinter schwarzer Grund.
Salvator Mundi, das Gemälde nach der Restaurierung. Zuschreibung umstritten. Eine Reproduktion.Gemeinfreies Werk. Reproduktion aus Wikimedia Commons. Das Museum kennzeichnet die Reproduktion, nicht das Gemälde. Kulturelle Nutzung ohne Gewinnabsicht. Das Foto, 2017 nach der Restaurierung für Christie's aufgenommen, zeigte den Rahmen. Hier ist es auf das Gemälde beschnitten.

Etwa 19 Minuten lang wurde geboten, am Ende nur noch von zwei Bietern. Bei 400 Millionen Dollar fiel der Zuschlag an einen Bieter am Telefon, mit den Gebühren kamen 450.312.500 Dollar zusammen. Christie's hatte das Bild auf über 100 Millionen Dollar geschätzt, die höchste Schätzung, die es bis dahin für ein Gemälde eines Alten Meisters gab, und es in der Abendauktion für Kunst der Nachkriegszeit und Gegenwart angeboten, nicht bei den Alten Meistern. Den Rekord davor hielt Picassos „Les Femmes d'Alger“ mit etwa 179,4 Millionen Dollar aus dem Jahr 2015, und auf den Listen vom November 2025 folgt Klimts „Bildnis Elisabeth Lederer“, im selben Monat bei Sotheby's für 236,4 Millionen Dollar versteigert. Verkauft wurde das Bild im Auftrag von Trusts des russischen Milliardärs Dmitri Rybolowlew.

Wer am Telefon geboten hatte, blieb an diesem Abend ungenannt. Darum geht es in der nächsten Frage.

Seine Verkäufe seit 1900

Kein Dokument verbindet einen Verkauf vor 1900 mit dieser Tafel. Seitdem:

JahrWas geschahPreis
1900Sir Francis Cook kauft es über seinen Berater Sir J. C. Robinson, als Werk von Bernardino Luini120 Pfund
1958Versteigert bei Sotheby's in London mit der Sammlung Cook, als Werk Boltraffios, an Warren und Minnie Kuntz aus New Orleans45 Pfund
2005Versteigert in der St. Charles Gallery in New Orleans, als Werk „nach Leonardo“, an die New Yorker Kunsthändler Robert Simon und Alexander Parishetwa 1.175 Dollar, laut Berichten
2013Ohne Auktion über Sotheby's verkauft an den Schweizer Kunsthändler Yves Bouvieretwa 80 Millionen Dollar
2013Von Bouvier weiterverkauft an Dmitri Rybolowlew127,5 Millionen Dollar
2017Versteigert bei Christie's in New York, am 15. NovemberZuschlag bei 400 Millionen Dollar, 450,3 Millionen mit Gebühren

Rybolowlew warf Bouvier später vor, ihm für 38 Werke, darunter dieses, zu viel berechnet zu haben, was Bouvier bestritt, und im Dezember 2023 legten die beiden all ihre Streitigkeiten bei. Seine Klage gegen Sotheby's endete im Januar 2024: Eine Jury in New York gab dem Auktionshaus in allen Punkten recht.

Wer hat den „Salvator Mundi“ gekauft und wem gehört er heute?

Wem er gehört, ist nie öffentlich bestätigt worden. Als Käufer wurde im Dezember 2017 der saudische Prinz Badr bin Abdullah Al Saud genannt, und laut Presseberichten war der eigentliche Käufer der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman.

Die Berichte und Erklärungen weisen auf Saudi-Arabien oder auf Abu Dhabi, hier der Reihe nach:

6. Dezember 2017
Die New York Times nannte Prinz Badr, der später Saudi-Arabiens erster Kulturminister wurde, als Käufer.
7. Dezember 2017
Das Wall Street Journal meldete unter Berufung auf Geheimdienstberichte, der eigentliche Käufer sei der Kronprinz. Eine offizielle saudische Bestätigung dafür haben wir nicht gefunden.
8. Dezember 2017
Der Louvre Abu Dhabi gab bekannt, die Kultur- und Tourismusbehörde des Emirats habe das Bild für das Museum erworben.
Juni 2018
Die Behörde erklärte, sie habe es über einen Vermittler gekauft. Im selben Monat untersuchte das Labor des Louvre das Bild in Paris, mit Erlaubnis des saudischen Kulturministeriums.
2019
Die saudische Botschaft erklärte, Prinz Badr habe als Mittelsmann für Abu Dhabi gekauft, wie Monopol berichtete.
2021
The Art Newspaper berichtete, ein 2019 zurückgezogenes Buch des Louvre nenne das saudische Kulturministerium als Eigentümer.

Ob das Bild heute einer Person gehört oder einer staatlichen Stelle, und welcher, ist nicht öffentlich. Der Eigentümer hat sich, soweit wir sehen, nie öffentlich dazu geäußert.

Was bedeutet „Salvator Mundi“ und was zeigt das Bild?

„Salvator Mundi“ ist Latein und heißt Erlöser der Welt. Das Bild zeigt Christus von vorn, er segnet mit der erhobenen rechten Hand und hält in der linken eine durchsichtige Kugel.

Woraus die Kugel ist, wird verschieden beschrieben. Die National Gallery nannte sie 2011 Bergkristall, das zurückgezogene Buch des Louvre fand laut dem Bericht von The Art Newspaper Glas mit Luftbläschen. Laut demselben Bericht stellte das Buch auch fest, dass die segnende Hand über den schwarzen Hintergrund gemalt ist, sie war also wohl nicht von Anfang an geplant. 2025 vertrat der Kunsthistoriker Philipp Zitzlsperger die These, das ganz blaue Gewand mit dem tiefen Ausschnitt sei Bildern von Frauen und der Jungfrau Maria entlehnt. Frank Zöllner nannte den Gedanken wichtig, aber etwas zu reißerisch. Martin Kemp sagte, wenn kein anderer Christus ein solches blaues Gewand trage, spreche das eher für Leonardo.

Für wen das Bild gemalt wurde, ist nicht bekannt. Die National Gallery meinte 2011, Leonardo habe es wahrscheinlich für den französischen König Ludwig XII. gemalt, das Buch des Louvre nennt diese Annahme laut dem Bericht schwach.

Wie groß es ist, im selben Maßstab gezeichnet wie die anderen Werke des Flügels: die Größenseite.

Wo ist der „Salvator Mundi“ heute?

Sein Verbleib ist nicht öffentlich bekannt. Gezeigt wurde er zuletzt in den Tagen vor der Auktion im November 2017, und jeder Ort, der seither für ihn genannt wird, stammt aus einem Bericht, oft aus dem Mund einer einzigen Person.

Abu Dhabi wollte das Bild 2018 enthüllen und sagte das wieder ab. Seitdem gibt es nur Berichte, hier der Reihe nach:

Dezember 2017 bis September 2018
Im Dezember 2017 kündigte der Louvre Abu Dhabi an, das Bild werde dort hängen, im Juni 2018 setzte er die Enthüllung für den 18. September an. Am 3. September sagte die Kulturbehörde von Abu Dhabi sie ab, ohne einen Grund zu nennen.
September 2018
Ein Schweizer Restaurator prüfte in einem Zollfreilager in der Schweiz den Zustand des Bildes für die Versicherung, berichtet die Restauratorin des Bildes.
2019
Der Louvre hatte das Bild für seine Leonardo-Ausstellung angefragt, es kam nicht. Ein Bericht behauptete in diesem Jahr, es sei auf die Jacht des Kronprinzen geflogen worden. Als The Art Newspaper die Jacht 2022 verfolgte, fand die Zeitung nichts, was das stützt.
Oktober 2022
Der Leonardo-Forscher Martin Kemp wurde mit der Aussage zitiert, das Bild sei in Saudi-Arabien, wo eine Galerie dafür gebaut werde. Auf Nachfrage von The Art Newspaper sagte er, für Ort und Eigentümer habe er keine sicheren Belege.
August 2024
Ein Freund des Kronprinzen sagte der BBC, das Bild lagere in Genf und sei für ein künftiges Museum in Riad bestimmt.
Mai 2025
Kemp ließ es in seinem Führer zu allen Gemälden Leonardos weg, weil sein Verbleib, wie er schrieb, nicht sicher bekannt ist.
Oktober 2025
The Art Newspaper schrieb, es solle nach allem, was man wisse, in ein Museum kommen, das in Riad entsteht. Wo es am Ende seinen Platz finde, sei aber offen.
Oktober 2026
Keine öffentliche Quelle, die wir lesen konnten, berichtet, dass es irgendwo zu sehen ist.

Wo es ist, in welchem Zustand und ob oder wann es wieder gezeigt wird: Nichts davon ist öffentlich.

Ist der „Salvator Mundi“ ein echter Leonardo?

Die Fachleute sind uneins. Fast alle sind sich einig, dass der Entwurf auf Leonardo zurückgeht und die Tafel schwer beschädigt und stark restauriert ist, nicht aber darüber, ob er sie selbst gemalt hat oder seine Werkstatt, mit oder ohne seine Hand.

Kein Dokument aus Leonardos Lebzeiten erwähnt einen „Salvator Mundi“, den er gemalt hätte. Dass der Entwurf auf ihn zurückgeht, belegen zwei Rötelstudien für das Gewand, heute in der Royal Collection in Windsor, und mehr als zwanzig Kopien und Fassungen. Nach seinem Tod führt das Inventar des Nachlasses seines Schülers Salaì von 1525 einen Christus nach Art Gottvaters, und Inventare der englischen Könige aus dem 17. Jahrhundert führen einen Christus von Leonardo, doch kein Dokument verbindet eines davon mit dieser Tafel. Eine Radierung, die Wenzel Hollar 1650 schuf, nennt Leonardo als Maler ihrer Vorlage, doch Hollars Christus trägt einen Vollbart, die restaurierte Tafel zeigt keinen. Die Tafel selbst lässt sich erst ab 1900 verfolgen, wie die Tabelle der Verkäufe zeigt. Unser Flügel datiert sie auf etwa 1499 bis 1510, die Vorschläge reichen von etwa 1499 bis um 1523, und die Liste unten nennt, wer welchen vertritt.

Wer welche Ansicht vertritt, und seit wann:

Für Leonardo

Luke Syson (2011), Francis Ames-Lewis (2012) und die Verfasser des Auktionskatalogs von Christie's (2017)
Sie schreiben es Leonardo mehr oder weniger ohne Vorbehalt zu, so Frank Zöllner.
Martin Kemp, 2011 bis 2019
Der Leonardo-Forscher hält es für sein Werk. 2019 nannte er es in einem Fernsehinterview zweifelsfrei einen Leonardo.
Dianne Dwyer Modestini, 2014 bis 2025
Die Restauratorin des Bildes behandelt es als spätes Werk Leonardos, auf ihrer Website und 2025 in einem Vortrag.
Pietro C. Marani, 2012 und 2013
Nach einem Entwurf Leonardos und sehr wahrscheinlich von ihm gemalt. Später sah er es anders (siehe unten).
Robert Simon, 2021
Einer der beiden Kunsthändler, die es 2005 kauften, also früher Miteigentümer. Er verteidigt die Zuschreibung.

Für die Werkstatt oder eine andere Hand

Frank Zöllner, 2012 bis 2022
Der Leipziger Kunsthistoriker sieht ein sehr gutes Werkstattbild nach Leonardos Entwurf und unter seiner Mitwirkung, entstanden 1507 oder später. Die Schäden und eine nie vollständig veröffentlichte Restaurierung machen nach seinem Urteil eine ernsthafte Zuschreibung unmöglich. 2022 nannte er es ebenso sehr einen Leonardo wie die Londoner Felsgrottenmadonna, die, wie er sagte, mit viel Hilfe der Werkstatt entstand.
Carmen Bambach, 2012 und 2019
Die Forscherin am Metropolitan Museum in New York schreibt einen großen Teil der Malerei Leonardos Schüler Giovanni Antonio Boltraffio zu, einige Partien wie die segnende Hand Leonardo selbst. 2019 schrieb sie von Boltraffio, der unter Leonardos genauer Aufsicht malte, um 1505 bis 1510.
Maria Teresa Fiorio, 2005 und 2022
Die Mailänder Forscherin sah 2005 nur einen Entwurf Leonardos, kein Gemälde von ihm, und schrieb es 2022 weitgehend Boltraffio zu.
Pietro C. Marani, 2022
Leonardo sei an der Entstehung beteiligt gewesen, gemalt hätten es aber vor allem Gehilfen, sagte er laut The Art Newspaper.
Matthew Landrus, 2018 und 2022
Der Oxforder Forscher nennt Bernardino Luini als Mitautor und setzte Leonardos Anteil auf 5 bis 20 Prozent an. 2022 schlug er eine Datierung um 1523 vor, vier Jahre nach Leonardos Tod.
Jacques Franck, 2019 und 2022
Der Pariser Forscher schreibt es Leonardos Schüler Salaì zu, so verzeichnet es Zöllners Katalog von 2019. 2022 führte er an, die Hände, die Locken und die dicken dunklen Umrisse im Infrarotbild passten nicht zu Leonardos unbestrittenen Gemälden.
Antonio Forcellino, 2022
Der römische Forscher hält alle drei Fassungen aus Leonardos Lebzeiten, diese eingeschlossen, für Werkstattbilder unter seiner Aufsicht. Änderungen beim Malen gebe es in allen dreien, sie bewiesen also nichts darüber, wessen Hand am Werk war.
Charles Hope, Charles Robertson und Carlo Pedretti, 2011 und 2012
Sie sprachen sich gegen Leonardo aus, Pedretti 2011, Hope und Robertson in Besprechungen der Londoner Ausstellung.

Die Museen

National Gallery, London, 2011
Sie zeigte das Bild in ihrer Ausstellung als Werk Leonardos, datiert auf etwa 1499 und später. Kurator war Luke Syson. Es war das erste Mal, dass es als seines gezeigt wurde. Daneben hingen zwei Rötelstudien für das Gewand, die eine als Leonardo beschriftet, die andere als Leonardo und Werkstatt, weil die weiße Schraffur an einem Ärmel rechtshändig gezogen ist und Leonardo Linkshänder war. 2008 hatte die Galerie die Tafel fünf Leonardo-Fachleuten gezeigt, und drei von ihnen, Bambach, Marani und Fiorio, sagten später, sie hätten es damals nicht für ganz eigenhändig erklärt, so The Art Newspaper.
Der Louvre, 2018 bis 2021
Sein Labor untersuchte das Bild 2018. Ein Buch darüber, von dem Kurator Vincent Delieuvin und zwei Fachleuten des Labors, nennt es ganz eigenhändig, wenn auch schwer beschädigt, und datiert es nach seinem Johannes, in seine zweite Mailänder Zeit. Das Buch lag im Dezember 2019 kurz im Laden des Louvre und wurde dann zurückgezogen, über seinen Inhalt berichtete The Art Newspaper 2021. Der Louvre sagte Journalisten 2020, eine solche Veröffentlichung gebe es nicht. 2021 schrieb Delieuvin von einigen überraschend schwachen Details des Bildes.
Der Prado, Madrid, 2021
Sein Ausstellungskatalog führt das Bild unter den Werken, die Leonardo zugeschrieben, in seiner Werkstatt entstanden oder von ihm beaufsichtigt sind, nicht unter seinen eigenen. The Art Newspaper nannte das eine Herabstufung. Robert Simon entgegnete, ein Platz in einem Verzeichnis sei kein Urteil.
Heute
Kein Museum zeigt es, und keines bezieht dazu öffentlich Stellung.

Ob Leonardos Hand in dieser Tafel steckt, und wie viel davon. Zwei Unterlagen, die helfen würden, sind nicht öffentlich: die Befunde des Louvre-Labors, bekannt nur aus dem zurückgezogenen Buch, und ein vollständiger Bericht über die Restaurierung, der nach Zöllner nie erschienen ist.

Die anderen Gemälde des Flügels, Werk für Werk, und wie sicher sich die Fachleute bei jedem sind: Leonardo da Vincis Gemälde.

Wie sah der „Salvator Mundi“ vor der Restaurierung aus?

Schwer beschädigt: Als seine Restauratorin das Bild 2005 bekam, war die Tafel aus Walnussholz gespalten, das Gesicht abgerieben und an manchen Stellen beschädigt, und ein großer Teil des Hintergrunds war abgeschabt und übermalt. Eine ältere Fotografie aus der Sammlung Cook zeigt ein anderes Gesicht.

Eine alte Schwarzweißfotografie desselben Bildes: Christus mit langen Locken hebt die rechte Hand und hält die durchsichtige Kugel, doch das Gesicht ist ein anderes, mit schmalem Schnurrbart und kleinem Kinnbart, vor fleckig grauem Grund.
Eine Fotografie aus der Sammlung Cook, Datum unbekannt. Sie zeigt die Tafel vor der modernen Restaurierung, mit einem anderen Gesicht. Eine Reproduktion.Gemeinfreies Werk. Reproduktion aus Wikimedia Commons. Das Museum kennzeichnet die Reproduktion, nicht das Gemälde. Kulturelle Nutzung ohne Gewinnabsicht.

Restauriert hat es Dianne Dwyer Modestini von der New York University, in Etappen von 2005 bis Juli 2017, kurz vor der Auktion. Sie hält Leonardo für den Maler, ihr ausführlicher Bericht auf ihrer eigenen Website kommt also von einer Partei im Streit. Sie beschreibt ein einzelnes Brett aus Walnussholz mit einem durchgehenden Riss, Wurmgänge, die Stücke von Stirn, Nasenspitze und linkem Auge gekostet hatten, und Kinn, Hals und Brust, die eine scharfe Reinigung abgerieben hatte. Sie schloss die Fehlstellen mit dünnen Lasuren, berührte die Augen so wenig wie möglich, ergänzte ein paar Wellen Haar, wo es fehlte, und malte die verlorenen Teile des schwarzen Hintergrunds neu. Eine frühere Lage des Daumens an der segnenden Hand schien durch, und die Restauratorin übermalte sie, nachdem der Kurator der National Gallery, Luke Syson, so entschieden hatte. Sie sagt, eine Ultraviolettaufnahme zeige genau, wo sie retuschiert hat, und keine ihrer Retuschen liege auf originaler Farbe.

Welcher Anteil der Farbe original ist, dazu hat niemand eine Zahl veröffentlicht. Frank Zöllner sagt, Fotos von 2005 bis 2017 zeigten, dass die weiche, rauchige Modellierung des Bildes zum Teil von dieser letzten Restaurierung stammt, und die Befunde der Restaurierung seien nie vollständig veröffentlicht worden.

Quellen

Fakten am anhand der Quellen geprüft.

Die Fakten stammen aus dem Ausstellungsführer der National Gallery von 2011, Frank Zöllners Katalogeintrag von 2019, der Website der Restauratorin, The Art Newspaper (2017 bis 2025), Monopol (2017 bis 2025), Martin Kemps Interview bei PBS (2019), der New York University Abu Dhabi (2025), Art History News (2011) und den Dateiseiten von Wikimedia Commons.

Die Seite stützt sich auf diese Quellen, alle am 17. Oktober 2026 gelesen:

Ist ein Datum, ein Name oder ein Satz falsch, schreib uns, und wir korrigieren es. Zum Impressum

Was dieses Museum ist

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Von hier gehst du direkt in den Bildersaal unseres Leonardo-Flügels. Dort hängt eine Reproduktion des „Salvator Mundi“ zwischen den anderen Werken, mit ihrer Beschriftung: umstritten.

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